maria:marta ist meine Suchbewegung. Ich schaffe mir damit als angehende Prädikantin einen Ort, an dem ich meine Gedanken ordnen und meine Ideen weiterentwickeln kann.
Ich lasse mich zur Prädikantin ausbilden, weil ich auf der Suche bin nach einer Sprache und einer Form für Gottesdienste, die nicht von vorne, also aus dem Altarraum heraus oder von der Kanzel herab gehalten werden. Ich will Gottesdienste feiern, an denen alle mitwirken können, die da sind. Gottesdienste, die einladend und feierlich und zugänglich sind. Gottesdienste, die uns hier und heute Halt und Orientierung geben und aus unserem Alltag in unseren Alltag sprechen.
Ich glaube, das wir Menschen Momente und Orte im Leben brauchen, wo wir wohltuende und liebevolle Gemeinschaft erfahren. Momente, in denen wir innehalten, bei uns selbst ankommen, das große Ganze in den Blick nehmen, uns mit den wirklich wichtigen Fragen beschäftigen und uns einander freundlich zuwenden. Orte, an denen wir wir selbst sein dürfen – ganz gleich, wie wir uns gerade verhalten. Und angenommen sind – ganz gleich, was wir gerade getan haben.
Momente und Orte, wo wir uns vorstellen können: Ich bin geliebt. Du bist geliebt. Und diese ganze Welt ist es auch.
Ich träume von Kirchen, die zu diesen Orten werden. Und von Gottesdiensten, in denen wir diese Momente gemeinsam erleben können.
Meine Texte hier sind Bruchstücke. Ich schreibe nicht professionell und ich schreibe nicht für andere. Aber ich schreibe öffentlich.
Ich wünsche mir, das andere Menschen mein Anliegen lesen können und vielleicht die eine oder der andere sagt: Ja, davon träume ich auch. Und dann mit mir weiter denkt, schreibt, ausprobiert…
Irgendwo muss ich ja anfangen.